Bio-psycho-soziale Balance und Resilienz

Biopsychosoziale Resilienz ist bei uns Menschen von vielen Faktoren abhängig. Resilienz brauchen wir um die Einwirkungen, Auswirkungen und Einflüsse unseres Lebens, unserer Umwelt auf uns selbstwirksam zu steuern bzw. zu filtern.


Resilienz leitet sich ab vom lateinischen „resilire“: „abprallen, zurückspringen“, und bedeutet in psychosozialen bzw. technischen Bereichen „Widerstands- fähigkeit, Elastizität, Anpassungs- fähigkeit“.

Diathese beschreibt in der Medizin die Neigung des Körpers zu bestimmten Krankheiten oder Symptomen.

Disposition: durch genetische Veranlagung, kulturelle Prägung, Lebenserfahrungen, Umfeldbedingungen und besonders die individuelle Lebensweise beeinflussen unseren Organismus (auch Gehirn), seine Widerstandskraft und Regenerationsfähigkeit.

Die Evolution hat besonders kompetentes Überlebenssystem für den Fall einer Lebensbedrohung entwickelt. Dieses Alarm/Stress-System wirkt über Nervenbahnen und komplizierten Hormonsystemen auf: Herz-Kreislauf, Verdauungsorgane, Stoff- wechsel, Hirnfunktion, Blutgerinnung und Immunsystem.

Die Stress-Aktivierung (ALARM) muss einen Entspannungszustand, eine Tätigkeit jederzeit und sofort unterbrechen können. Die zuständigen Gehirnanteile für diese Notfallprogramme sind sehr früh in der Evolution entstanden. Sie liegen in: Hirnstamm, Mittelhirn und Zwischenhirn-im limbischem System.

das limbische System steuert alle unsere nichtwillkürlichen Vorgänge, Schlaf, Emotionen, Lernen


Dieser Alarm-Auslöser kann real sein oder vom Hirn selbst erzeugt werden. Für die ausgelöste Körperreaktion(Puls, Blutdruck, Schwitzen) oder Emotionen (Angst) spielt das keine Rolle.

Aus gutem Grund ist dieses Notsystem nur für kurze Zeiten der Bedrohung entwickelt worden. Weil die Grundregeln der Körpervorgänge und deren Steuerungen seit vielen Millionen Jahren unser Überleben unter widrigsten Umständen ermöglicht haben, sind sie sehr effizient und noch heute in uns allen gleich wirksam. Nur für viele modernen Tagesabläufe und Aktivitäten der westlichen Lebensweise sind sie noch nicht angepasst. Unsere Vorfahren haben die meiste Zeit ihres Lebens nämlich im Entspannungszustand, mit nicht belastenden Tätigkeiten verbracht. Dies ist energiesparend und regenerativ. Nur in diesen Phasen kann sich unser Organismus und unsere Psyche von den Folgen der Alarm-Stressreaktion erholen und reparieren.

Die westliche Lebensweise erzeugt im Alltag viel zu oft Alarmmuster im „Naturhirn“ (Hirnstamm, Mittelhirn, Zwischenhirn), und bietet zu wenige Entspannungsphasen. Damit überfordern wir jene biopsychologischen Regulationssysteme, die uns im Lebensgleichgewicht halten und widerstandsfähig bleiben lassen, (oft hört man „ich bin so im Stress!“). Gleichzeitig entsteht durch den Tunnelblick die Empfindung des Ausgeliefertseins, der Alternativlosigkeit und der Ohnmacht.

Reslienz hat viel mit Selbstbild, Selbstwert und Selbstsicherheit zu tun

Dies führt zu Schlafstörungen, Stoffwechselstörungen, Herz-Kreislaufstörungen, Gedächtnisstörungen, Erschöpfungszuständen bis hin zu ernsten Erkrankungen wie Depression, Bluthochdruck, oder in Folge depressiver Symptome zu sozialer Isolierung.

Viele Ratgeber bieten Lösungsansätze an, die aber für Betroffene schwer im Alltag umzusetzen sind.

Eine wirksame Alternative ist, in kleinen Schritten die positiven, individuell angepassten, Maßnahmen zu erlernen und in das alltägliche Leben einzubauen, um wieder eine innere Balance zu finden. Unterstützend wirkt eine fachkompetente empathische Begleitung mit verständlichen Erklärungen der Zusammenhänge zwischen Körper und Geist, und die positiven Selbsterfahrungen beim Umsetzen dieser Empfehlungen-also eigene Resourcen nutzen, die Disposition verbessern. Das sich daraus entwickelnde „artgerechte Leben“ und die individuelle Selbstfürsorge sind die Grundvoraussetzungen für eine biologisch-psychologisch-soziale Lebensbalance mit guter Belastbarkeit, Widerstandsfähigkeit und individuellem Gesundheitsgefühl - also Resilienz.

Impressum: Dr Hufnagl Alois. Grundlagen für  Inhalte der Beiträge sind Fachliteratur, aktuelle Studien und klinische Erfahrung, Bildquellen: eigene oder Pixabay

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