Gesundheit und Fasten

Muß Fasten ein Widerspruch zum Alltag sein?


Mit Fasten wird die völlige oder teilweise Enthaltung von allen oder bestimmten Speisen, Getränken und Genussmitteln über einen bestimmten Zeitraum , üblicherweise für einen oder mehrere Tage, bezeichnet. Das Wort kommt (soweit mir bekannt ist) vom althochdeutschen fastēn „an den Geboten der Enthaltsamkeit festhalten“. In der heutigen Zeit verstehen wir oft Diätänderungen, vorübergehende Enthaltsamkeit von Nahrungsmitteln oder von bestimmten Tätigkeiten als Fasten.




Viele Religionen kennen Fasten als Ritual oder vorgeschriebenes Verhalten.

Wir leben heute durch unseren westlichen Lebensstil im Überfluß, leiden oft an einem Zuviel an Nahrung, Licht, Lärm, Aktivitäten und Terminen.

Dieser Lebensstil hat sich aber erst in den letzten 100 Jahren entwickelt.

Zuvor hatten wir keinen Strom oder kaum künstliches Licht. Lärm wurde nur durch Handwerk, Musik durch wenige Instrumente (ohne Verstärker) und die menschliche Stimme erzeugt.

Mahlzeiten mussten frisch zubereitet, Nahrungsmittel mit viel Aufwand zuvor hergestellt werden.

Der Tag-Nacht-Rhythmus wurde durch die natürlichen Lichtquellen (Sonne, Mond) bestimmt. Dadurch war auch die Nachtruhe und die Schlafenszeit vorgegeben.

Wenn wir heute in der Wintersaison noch weniger als sonst im Freien aktiv sind, über die Weihnachtsfeiertage bis in den Fasching noch mehr Essen und Trinken, mit TV, PC und Abendveranstaltungen bis weit in die Nacht aktiv sind - fühlen wir uns in Folge ausgelaugt, nicht wohl, übersättigt und erschöpft.

Dann suchen wir rasche und einfache Lösungen für Wohlbefinden, Fitness, bessere Leistungsfähigkeit und vielleicht noch mehr Glück. Tausende von Ratgebern, hunderte Erfahrungsberichte und dutzende Religionsgebote vermitteln das Fasten als ein Heil- mittel für vieles.

Fasten wird seit Menschengedenken  kulturell ritualisiert, als Kulturtechnik (meist mit religiösen Inhalten verbunden). Es hat geholfen Zeiten des Mangels gemeinsam zu überleben, Krisen zu überstehen oder hat zur Reinigung und Vorbereitung für große Feierlichkeiten gedient.

Hungern ist seit jeher ein Zustand der Lebensbedrohung signalisiert: Nahrung fehlt.

Wir Menschen haben nicht selten monatelang ohne Nahrung zu überleben müssen, weil einfach keine für uns verfügbar war. Damit wir diese langen Hungerperioden überleben können, hat unser Organismus viele Krisenreaktionen, Stoffwechselanpassungen und Überlebensstrategien erlernt. Diese Änderungen im Körper und im Hirn lösen vielfach Euphorie und Glücksgefühle paradoxerweise aus. Wir schärfen unsere Sinne, schütten Hormone zur Schmerzdämpfung aus und verändern unsere Denkfähigkeit bis hin zu Halluzinationen oder Euphorie. Somit kann Hungerfasten „süchtig“ machen.

Hungern um Gewicht zu reduzieren ist aus medizinischer Sicht strikt abzulehnen.


Meine Empfehlung zum Fasten:

verbinden Sie es mit einer positiven Motivation-und mit Belohnung, zB:

ich belohne mich mit mehr Zeit für mich durch Bildschirmfasten.

Oder ich tu mir was Gutes mit mehr Zufußgehen durch Autofasten .

Oder ich verwöhne mich mit Tee trinken statt Alkohol zum Entspannen.

Oder ich faste Fleisch, und genieße Gemüse dafür schön angerichtet,.

Oder ich faste Fastfood, dafür verwöhne ich mich mit regelmäßigen Pausen mit Obst.

Nicht Hungern zum Abnehmen, sondern fasten von Zucker durch verwöhnen mit Genussritualen (wie zB. die Zauberei mit Schokolade!).

Fasten mit Achtsamkeit  ohne Verbote - ist nachhaltig und endet nicht mit der Fastenzeit, sondern steigert die Genussfähigkeit, die Lebensqualität und das Wohlbefinden im Alltag.

Impressum: Dr Hufnagl Alois. Grundlagen für  Inhalte der Beiträge sind Fachliteratur, aktuelle Studien und klinische Erfahrung, Bildquellen: eigene oder Pixabay

FOOCUS MEHRWERT MARKETING

www.foocus.at

Wahlarzt-Ordination

Dr. ALOIS HUFNAGL

Facharzt für innere Medizin

Allgemeinmediziner

 

Hauptstraße 7 c | 4861 Schörfling am Attersee

Telefon: +43 [0] 7662 | 575600

Email: doktor@aloishufnagl.at

Ordination nach Vereinbarung Mittwoch und Samstag