Lebensstil – Selbststeuerung – Lebensalltag

Seit vielen Generationen und in fast allen Kulturen werden seit Beginn der Aufzeichnungen oder Überlieferungen von Heilkünsten die Wirksamkeit von Ritualen betont. Diese können allein oder in Gemeinschaft praktiziert werden. Ein besonderes Merkmal dieser Rituale ist das geistige Vertiefen und die Änderung der Atmung verbunden mit Körperhaltung oder Bewegung. Diese Verschränkung von „Körper und Geist“ verändert wiederum körperliche und geistige Vorgänge im Menschen.

Durch moderne Hirnfunktionsmessung ( hier die elektrische Aktivität) lassen sich Änderungen der Hirnaktivität durch die aktuelle Tätigkeit nachweisen. Hier zum Beispiel der Unterschied vom Sitzen zum Spazieren während einer Arbeitspause. Der Unterschied in der Aktivität (durch Färbung visualisiert) ist eindeutig. Hervorgerufen wird er durch Änderung der Hirnhormonspiegel- Morphin, Dopamin, Serotonin beim Spazieren. Dadurch verbessert sich die Hirnregeneration und die Lernfähigkeit, die Stimmung wird besser und der Appetit wird reguliert. Die Japaner benutzen dies zB beim Waldbaden, der Volksmund unserer Vorfahren wusste es auch, halt auf österreichische Art: Schlendern.

Diese Veränderungen betreffen die Denkfähigkeit, die Psyche, die Wahrnehmung unserer Sinne (insbesondere Schmecken, Hören, Riechen), die Regulation unseres vegetativen Steuerungssystems, die Infektanfälligkeit und die körperliche Belastbarkeit.

Es scheint nicht wichtig zu sein welche dieser überlieferten Rituale angewendet werden (Yoga, Zen-Meditation, Schamanenrituale,..), sondern die Regelmäßigkeit der Übungen bzw das kulturelle Umfeld scheint entscheidenden Einfluss zu haben.

Für Meditation benötig unser Gehirn viele Wiederholungen und regelmäßiges Üben. Erfahrene Mönche in tiefer Meditation haben im funktionellen Kernspinn eine sehr hohe Aktivität in einem bestimmten Hirnareal. Dort werden die Hirnhälften synchronisiert und verknüpft. Das heißt- Meditation, zur inneren Ruhe kommen, ist eine Höchstleistung unseres Hirns und nicht ein „Nichtstun“. Dies wiederum verändert Körperprozesse und Organfunktionen über Nervenbahnen und Hormone. Die Körperhaltung und die muskuläre Fitness spielt eine Schlüsselrolle.

Ob traditionelle chinesische Medizin oder griechisch-arabische Heilkunde: die Lebensführung, der Lebensstil (inkl Bewegung und Ernährung) wurde als Teil der Behandlung bzw zur Vorbeugung von Erkrankungen ins Zentrum der Lehren gestellt.

Im Laufe der wissenschaftlichen Entwicklung und deren Basis für die universitäre westliche Medizin kam es zur Trennung von Körper und Geist, Soma und Psyche sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie. Jetzt, durch neue Techniken in der Hirn- und Nervenforschung, werden diese Grenzen wieder aufgehoben.

Seit Auswirkungen zB von Yoga wissenschaftlich gemessen und analysiert werden, und seit es möglich ist deren biologischen Ursprung zu erklären, ist es möglich Wirksamkeit zu belegen und Mythen zu widerlegen.

Durch Studien belegte Wirkungen von biologisch-psychologischen Entspannungstechniken sind: psychische Stabilisierung, gesteigerte Belastbarkeit, bessere Entspannungs-Schlaffähigkeit, weniger Infektan- fälligkeit durch bessere Immunkompetenz, bessere Schmerzregulation bzw höhere Schmerzschwelle, Blutdrucksenkung, weniger Magen-Darm-Beschwerden, ………… und vieles mehr.

Besonders beeindruckend ist die verbesserte Wundheilung, die kürzere Genesungszeit nach Verletzungen oder chirurg. Eingriffen. Studien zeigen auch einen höheren Anteil an beruflichen Wiedereinstig und längere Überlebenszeit nach onkologischen Erkrankungen oder Organtransplantationen.

Eine sehr spannende neue Forschung über Wirksamkeit des Entspannungs- bzw Stress-Systems ist die Placeboforschung mit Hilfe neuester Untersuchungs-u. Testmethoden. Die Zentrale für diese Vorgänge und die Steuerung der bio-neuro-psychologischen Prozesse ist unser menschliches Gehirn. Dieses Organ und sein Funktionieren wird durch unseren Lebensstil beeinflusst.

Erfahrungsmedizin, traditionelle Heilkunden, oder sogenannte spirituelle Heiler sind eine der Behandlungssäulen. Aber sie müssen zeitgemäß eingesetzt und nach heutigem Wissen adäquat bewertet werden. Ebenso sollte die sogenannte Schulmedizin nicht den Exklusivanspruch erheben. Die Kombination beider und die eigenverantwortliche Selbsthilfe in Zusammenschau mit Studienwissen auf Basis von biologischen-physiologischen Grundlagen des menschlichen Lebens sollte in der Krankheitsbehandlung und Gesundheitserhaltung angestrebt werden.

Mit Hilfe moderner Techniken lassen sich vegetative Vorgänge abbilden und daraus Alltagsänderungen ableiten. Hier zum Beispiel eine Herzratenvariabilitäts-Analyse über 24 std Dauer mit sehr gut erhaltener Regulationsanpassung und gut erhaltenem Schlafmuster.

Verhaltensregeln mit religiösem Charakter, Vorschriften ohne Erfolgsnachweis, Empfehlungen ohne biologische Grundlagen und Strömungen die moderne – zeitgemäße Erkenntnisse verleugnen sind unbedingt zu meiden.

Viele tradierte Methoden müssen aus der Zeit ihrer Entstehung verstanden werden (zB Aderlass, Magnetismus, H.v Bingen-Medizin, …..).


Der Beruf mit dem größten Wissen über menschliche Vorgänge und Diagnostik bzw Behandlung von Gesundheitsstörungen ist der Arzt mit seiner Heilkunst. Die Grundlage für ein Gelingen ist die Vertrauensbasis zwischen Betroffenem und Behandler. Die Basistherapie ist jeder selbst, nämlich wie die gesundheitsfördernden Maßnahmen im Alltag umgesetzt werden. Wissen darüber gibt es genug, Fakten der Wirksamkeit sind publiziert und Möglichkeiten diese zu erfahren bzw die entsprechenden Methoden zu erlernen gibt es auch.

(Placebo bzw Nocebo wird ein eigener Blog).

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