Zucker und Co!-Essen als Risiko?

In der westlichen Welt, in ca 46 Ländern, sind bis zu 70% der Bevölkerung übergewichtig (lt Pressekonferenz öst akad. Institut f. Ernährungsmedizin Jänner 2019). In den Medien wird die dadurch verursachte frühere Sterblichkeit sehr breitgetreten. Dabei werden die Nahrungsmittel als Risikofaktoren, als mehr oder minder schädlich für die Gesundheit beschrieben. Auch viele Ratgeber verdienen mit ähnlichen Botschaften viel Geld.

Zuviel Nahrung, zuwenig Bewegung bewirkt zuviel Körperfett

Interessant ist auch in das Fernseh-programm zu schauen-zunehmend ist die Zahl der Kochsendungen, mit Event-Show-Elementen bzw Aktionfilm/ Wett -kampf-Charakter .

Viele Untersuchungen und Umfragen ergeben jedoch, daß immer weniger Menschen ihre Mahlzeiten selber zu-bereiten. Daraus lässt sich schließen, dass das Thema „Gesunde Nahrung“ zwar ein wichtiges sein muss. Aber jedoch nicht wichtig genug um ( für Zubereitung und genußvollem Essen) sich dafür Zeit zu nehmen. Die Nahrungsmittelindustrie profitiert mit einem immer größer werdenden Angebot an Fertiggerichten.

Unser Nahrungsangebot hat sich in den letzten 50 Jahren drastisch verändert. Ebenso unsere Essensgewohnheiten und unser Essverhalten. Auch unsere Portionen sin viel größer, nicht nur in der Menge sondern auch im Energiegehalt. Dramatisch formuliert 320 000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr in 20 europäischen Ländern werden statistisch dadurch verursacht.

Die EAT-Lancet-Kommission (eine internationale Expertengruppe) hat eine Empfehlung für gesunde nachhaltige Ernährung veröffentlicht:

Demnach sollte pro Tag maximal 35 g Fleisch, viel an Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse gegessen werden. Im Sinne des ökologischen Fußabdrucks sollen die Nahrungsmittel regional ausgewählt werden. Dies spart Wasser und reduziert den CO2 – Ausstoß als weiteren Beitrag für menschliche Gesundheit über den Umweltschutz. Auch die Transportwege sind ein wichtiger Faktor. Viel Energie wird durch die Einhaltung der Kühlkette während des Transportes und der Lagerung verbraucht. 

Auch welche Eiweißquelle wir als Konsumenten bevorzugen-tierisch oder pflanzlich?-ist entscheidend. Pro Gramm Tiereiweiß benötigt die Fleischindustrie 6g Pflanzenprotein (welches auch von uns gegessen werden könnte).

Ein wichtiger Faktor für die Nahrungsqualität ist die Art der Nahrungsproduktion (artgerechte Tierhaltung, keine Verwendung von Pflanzenschutzmitteln oder Pestizide). Sie beeinflusst den Gehalt an Makro-und Mikronährstoffen, bzw. Freiheit von Schadstoffen. Dies sind sozio-ökologische Überlegungen.

Entscheidend für unsere individuelle Gesundheit ist aber der Stoffwechsel und Energie-haushalt in unserem Organismus! Dieser wird durch Bewegung, Essensmenge und Nahrungszusammensetzung im Zusammenspiel mit der genetischen Prägung beeinflußt.

klar erkennbare Zuckeranteile

Ein weiterer wesentlicher Punkt für gute Nahrungsqualität ist der Gehalt an Zucker (raffinierter Zucker) und Salz. Diese beiden Bestandteile werden bei jedem Produktionsschritt zugesetzt um den Geschmack zu verbessern. Gleichzeitig sind beide gute Konservierungsmittel. Kombiniert mit steigendem Fettanteil als Geschmacks-verstärker werden uns die industriellen Lebensmittel im Handel mit einem viel zu niedrigem Preis angeboten (im Vergleich zu  Grundnahrungsmitteln).

Für uns Menschen sind Zucker und Salz jedoch nur in kleinsten Mengen günstig. Im Alltag essen wir davon das Vielfache vom Bedarf, mit entsprechenden Auswirkungen.

Viele Speisen würden uns ohne diese Zutaten nicht schmecken. Nehmen Sie sich Zeit und lesen Sie die Auflistung der Inhaltstoffe , das Kleingedruckte auf den Verpackungen. Sie werden überrascht sein, was in gesunden Getränken, Kinderjausen und anderen Lebensmittel (Fertigsalaten, Fertigsaucen, Ketchup, Chips, Müsli, Wurst, Fertigmenüs, ...…) verarbeitet ist.

und nicht klare Zucker in der Nahrung

Wir dürfen aber die Nahrungshersteller nicht pauschal verurteilen. Unsere Nahrungsmittel im Handel sind viel sicherer als jene vor 50 Jahren oder früher.

Sie werden regelmäßig kontrolliert, die Zusatzstoffe sind geregelt und genormt, die Inhaltstoffe müssen gelistet und auf den Verpackungen angegeben werden. Auch das Haltbarkeitsdatum ist ein weiterer Sicherheitsfaktor. Wir haben in unserer westlichen Gesellschaft keine nahrungsübertragene Parasiten, keine Krebserkrankungen wegen verdorbenen Lebensmitteln, Durchblutungsstörungen durch Nahrungsgifte, oder übertragen keine bedrohlichen Krankheitserreger über unser Trinkwasser mehr.

Es ist die Art und Weise wie wir uns ernähren, bzw unser Bewegungsmangel, warum wir an Übergewicht, Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Gefäßerkrankungen in zunehmendem Maße mit immer jüngerem Alter erkranken. Es ist unser Lebensstil der uns vorzeitig sterben lässt.

Aber wir sind als Konsumenten diesem Angebot nicht ausgeliefert. Die Art der Lebensmittel und deren Zubereitung kann jeder selber steuern. Steigern wir unsere Lebensqualität durch selber Kochen mit Spaß, der Konsum von regionalen Grundnahrungsmittel, das Essen mit Maß, mit Genuß und guter Qualität, immer in Kombination mit viel Bewegung (zB Nahrung kaufen gehen, anstatt mit dem Auto fahren).

Seien wir uns das selber wert. Leben wir dies unseren Kindern vor, dann brauchen wir keine schokoladige Überraschung oder die Jause in Riegelform um Lebensfreude oder Abenteuer im Alltag zu vermitteln. Spart Eltern Geld und Kindern gesundheitliche Nachteile.

Salz und Zucker müssen in ihrer Menge geseigert werden um für unseren Geschmackssinn reizvoll zu bleiben-sonst wird´s fad. Wir konsumieren ca 100gZucker/Tag pro Österreicher, ca 3,5 kg/Monat! Wenn wir wieder natürlichen Geschmack und nahrungseigenes Aroma genießen wollen, müssen wir diese Gewohnheit (alles zu salzen und zu zuckern) ändern.

Mein Tipp: Achten Sie auf ihre Würzgewohnheiten, reduzieren sie schrittweise Zucker und Salz im Alltag, kaufen Sie hochwertige Grundnahrungsmittel, nehmen Sie sich Zeit für ihre Mahlzeiten und kombinieren Sie diese mit regelmäßiger Bewegung.

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